Die Vorlage für Smash Cocktails ist deutlich älter, als man bei dem Namen vielleicht denken könnte und geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Das Grundrezept für einen Smash Cocktail ist dabei recht frei definiert und hängt stark von der Interpretation des Barkeepers ab.
Diese Drinks sind eine Mischung aus Basisspirituose, Früchten, Eis und Minze, die in fast jedem Teil ihrer Vorlage Raum für Interpretationen lässt.
Das klingt ganz schön vage? Ist es auch. Denn auch wenn Smashes als eigene Cocktailkategorie anerkannt sind, sind die Zutaten nicht klar definiert. Außerdem werden diese Drinks manchmal auf Eis serviert und manchmal nicht.
Werfen wir also einen genaueren Blick auf das, was erst mal eher verwirrend erscheint.
Definition Smash Cocktails
Ganz allgemein formuliert ist ein Smash ein Cocktail, der aus einer Basisspirituose, Eis, einer Kräuter-Komponente (oft Minze) und einer fruchtigen Komponente besteht. Der Basisalkohol kann variieren.
Der fruchtige Teil ist häufig Zitrusfrucht und gegebenenfalls andere saisonale Früchte, die entweder in den Drink gemischt oder als Garnierung serviert werden. Einige werden mit Crushed Ice serviert, andere mit Shave Ice und wieder andere komplett ohne Eis, sondern mit gefrorenen Früchten.
Diese Smashes, Smashers oder Smash-Up Cocktails gelten als eigene Cocktailkategorie von Drinks, die eng mit den Julep Cocktails verwandt sind. Es handelt sich um eine alte Cocktailvorlage, die -wie die meisten Cocktails- aus den USA kommt und bis in die Mitte der 1800er zurück geht.
Smash Vs. Julep Cocktails
Wenn man sich den klassischen Whiskey Smash anschaut, sind die Ähnlichkeiten mit den Zutaten für einen Mint Julep kaum zu übersehen. Tatsächlich sind Smash Drinks auch eine Unterart der Julep Cocktails. -Jeder Smash ein Julep, aber nicht jeder Julep ein Smash.
Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Julep Cocktails ist die Zubereitung. Bei normalen Juleps rührt man die frische Minze vorsichtig ein, während bei einem Smash die Minzblätter stark gemuddelt und zerdrückt werden.
Ein weiterer Unterschied sind die Früchte. Smash Cocktails enthalten oft - allerdings auch nicht immer - Früchte der Saison als Teil des Drinks oder der Cocktailgarnierung. Bei einem normalen Julep ist das nicht der Fall.
Die Geschichte des Smash Cocktails
Cocktailbuchautor und Mixologie-Historiker David Wondrich vermutet, dass es Smashes schon seit den 1840er Jahren gibt.
Er nimmt an, dass diese Cocktailkategorie schon in den 1850er Jahren den Höhepunkt ihrer Popularität erreicht hatte. Ein Ausschnitt aus einem Artikel von 1859, der die College-Erfahrung eines jungen Mannes beschreibt, unterstützt Wondrichs Theorie:
"...er erwarb angemessene Kenntnisse in Griechisch, Latein, Mathematik, Slang, Billard und Brandy Smashes."
Diese Aussage wurde im Harper's Magazin (einem Vorläufer des Harper's Bazaar), drei Jahre vor der Veröffentlichung der ersten gedruckten Version eines Smash Cocktails, im Jahr 1862 veröffentlicht.
Das allererste Rezept, in welchem das Konzept von Smashes in schriftlicher Form verewigt wurde, war von Jerry Thomas aus dem Jahr 1862. Er erwähnte die Kategorie indirekt als Abwandlung eines Julep in seinem legendären Cocktailbuch How to Mix Drinks.
Smash Cocktails als Kategorie
Die ersten abgedruckten Smash-Rezepte folgten 1888, veröffentlicht von Harry Johnson in seinem Improved Bartender Manual und wurden dort als eigenständige Kategorie aufgeführt. Johnson präsentierte schon damals gleich vier verschiedene Varianten.
Teilweise machte er seine Smashs mit Crushed Ice, aber auch mit Shaved Eis. Einige enthielten Obst im eigentlichen Drink, andere waren nur mit Früchten garniert. Sein Whiskey Smash zum Beispiel ist dem Mint Julep sehr ähnlich - geschüttelt, mit Whiskey, Zucker, Minze, Crushed Ice und Früchten der Saison.
Die Rezepte mit Früchten, die er gerührt und nicht geschüttelt machte, nannte Johnson damals: "Fancy Smash Cocktails"
1930 schließlich tauchte die Formel für Smash Cocktails auch im berühmten Savoy Cocktail Book auf, allerdings als eine Variante der Julep Cocktails. Sinngemäß übersetzt, schrieb Autor Harry Craddock: "Der Smash ist im Grunde ein Julep in klein".
Mit der Zeit entwickelte sich die ursprüngliche Formel weiter. Heute enthalten Smash Cocktails zur Teil Zitrussaft, pürierte Früchte oder manchmal auch Kräuter wie Basilikum.
Beliebte Smash Cocktails
Das beliebteste und bekannteste Vertreter ist der Whiskey Smash. In den 1990er Jahren erweckte die Barkeeper-Legende Dale DeGroff das Rezept wieder zum Leben.
Er erklärte, er sei es langsam leid, normale Mint Juleps zu servieren, und begann deshalb, Minzblätter mit Zitronensaft zu muddeln und einen Whiskey Smash daraus zu machen. Damit begann eine Renaissance der Smash Drinks, und bald folgten unzählige Barkeeper DeGroffs Ansatz.
Vor einigen Jahren tauchte dann eine auf Gin basierende Smash Variante auf der Bildfläche auf, kreiert vom Hamburger Barkeeper Jörg Meyer. Seine Kombination aus Zitrone, Basilikum und Gin hat sich - auch international - innerhalb kurzer Zeit zu einem der absoluten Top Smash Cocktails entwickelt: Der Gin Basil Smash.
Wer das Original probieren möchte, hat die Möglichkeit in Meyers Bar le Lion - eine der besten Cocktailbars in Hamburg.
Rezept Whiskey Smash
Ein spritziger und erfrischender Whiskey Cocktail mit Bourbon, Minze, Zitrone und Simple Syrup.
Ingredients
- 60ml Bourbon
- 3 Zitronenspalten (oder ca. 20ml Zitronensaft)
- 22,5ml Simple Syrup
- 1 Spritzer Zitronensaft
- 8-10 Minzblätter
- 1 Minzzweig (zum Garnieren)
Instructions
- Zitronenspalten in einen Cocktailshaker geben und muddeln, um Saft und Öle aus der Schale freizusetzen.
- Bourbon, Sirup und Minzblätter zusammen mit Eis hinzugeben. Für einen zusätzlichen Kick noch einen Spritzer frischen Zitronensaft hinzugeben.
- 15 Sekunden lang gut schütteln bis der Drink gut gekühlt ist.
- Nun über frisches Eis in ein Glas gefüllt mit Eiswürfeln abseihen.
- Mit einem Minzzweig garnieren.
Nutrition Information:
Yield:
1Serving Size:
115mlAmount Per Serving: Calories: 205Total Fat: 0gTrans Fat: 0gSodium: 1,17mgCarbohydrates: 6,34gSugar: 5,8gProtein: 0g